Audex Motorsport vorbereitet auf das „Heimspiel 2014“

Nach einer rund sechswöchigen Pause juckt es den drei Piloten von Audex Motorsport schon ordentlich in den Fingern. Am kommenden Wochenende steht die Rallye Stemweder Berg auf dem Programm, die im Heimatgau des Teams – in Westfalen-Ost – ausgetragen wird. Mit vielen neuen Wertungsprüfungen wartet die Rallye auf die Opel-Piloten, so dass die Neueinsteiger Emil Bergkvist und Yannick Neuville keinen großen Nachteil gegenüber Benjamin Krusch haben sollten, der im Rahmen des Cups schon 2013 in Stemwede an den Start ging.

Die drei hellblauen Opel Adam von Teamchef Guido Deppe stehen schon jetzt abfahrbereit in der Werkstatt bei Audex Motorsport in Extertal. Die lange Pause zwischen der Rallye Vogelsberg und dem nun anstehenden zweiten Lauf des ADAC Opel Rallye Cup nutzte das Team optimal, denn schon das Auftaktrennen zeigte, dass es eng wird an der Spitze. Und genau dort wollen sich alle drei Teams in Stemwede platzieren.

Die Asphalt-Jagd auf Emil Bergkvist

Emil Bergkvist/Sofie Lundmark

Emil Bergkvist/Sofie Lundmark

Zwar sind die Top 5 das Ziel aller drei Teams, doch besonders der Schwede Emil Bergkvist als derzeit Führender des Championats steht unter besonderer Beobachtung. Er gilt bereits jetzt als einer der Geheimfavoriten – und das als Neueinsteiger. Zwar hat Bergkvist in Schweden schon Rallye-Erfahrung gesammelt, aber durchgehend auf losem Untergrund. Asphaltrallyes bestritt er bis jetzt genau drei. Die Vorbereitungsläufe des ADAC Opel Rallye Cup 2014 sowie den Saisonauftakt rund um Schlitz. „Für Sofie und mich war der Sieg bei der Rallye Vogelsberg ein grandioser Einstand. Da ich immer noch im Erfahrungsnachteil bin, wenn es auf schnelle Asphaltstrecken geht, hat die Verteidigung der Cup-Führung höchste Priorität. Trotzdem setzen wir natürlich alles daran, in Stemwede auch möglichst weit vorne mit dabei zu sein, aber das wird schwer werden“, gibt sich Bergkvist realistisch.

Neuville mit neuem Aufschriebsystem

Yannick Neuville/Christophe Meyer

Yannick Neuville/Christophe Meyer

Mit deutlich mehr Erfahrung auf Asphaltprüfungen, wenn auch nicht auf denen rund um Stemwede, gehen Yannick Neuville und Christophe Meyer an den Start. Nach der Nullrunde beim Saisonauftakt will der junge Belgier nun ordentlich punkten, denn dass er schnell ist, bewies er bereits bei den Vorbereitungsläufen in Melsungen und im Erzgebirge. „Wir gehen mit einem neuen Aufschriebsystem an den Start und wechseln im Auto von deutsch auf französisch, was eine Menge Änderungen nach sich zieht. Es ist eine Herausforderung, aber es soll uns auch sicherer machen mit dem Aufschrieb nach dem verkorksten Saisonauftakt“, erklärt Neuville, dessen Priorität es ist, das Vertrauen in sich und den Adam wieder zu 100% zurückzugewinnen.  „Die Platzierung ist am Ende nachrangig. Was zählt sind Punkte und das Auto heil ins Ziel zu bringen“, verrät er.

Rückenwind für Benjamin Krusch

Benjamin Krusch/Robert Patzig

Benjamin Krusch/Robert Patzig

Von seiner ersten Cup-Bestzeit und das gute Ergebnis beim Saisonauftakt beflügelt, geht Benjamin Krusch optimistisch an den Start in Stemwede. „Den Aufwärtstrend fortzusetzen und meine Leistung von meiner Heimrallye zu bestätigen ist das Ziel. Die Rallye Stemwede ist unheimlich schnell, gewinnen kann man hier aber nur auf der Bremse. Die Leistung der Cup-Autos ist bei allen gleich, so dass sich in den berühmt-berüchtigten Abzweigen die Rallye entscheiden wird“, weiß Krusch. Bereits im vergangenen Jahr überzeugte er mit schnellen Zeiten in Stemwede. „Auch wenn Benjamain durch die Erfahrung aus dem letzten Jahr auf Grund der neuen Streckenführung kaum Vorteile haben dürfte, so kennt er doch die Charakteristik der Rallye.  Ein Podestplatz ist durchaus in Reichweite“, vermutet Teamchef Guido Deppe.

Die Rallye, die aus insgesamt fünf verschiedenen Start-Ziel Prüfungen und einem Rundkurs besteht, von denen alle Strecken zwei Mal gefahren werden, beginnt am kommenden Samstag um 8:24 Uhr und endet am Abend mit dem Ziel in Levern um 18 Uhr. Rund 110 Wertungsprüfungskilometer gilt es für die Piloten auf den 12 WPs zu absolvieren.

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