ADAC Rallye Deutschland: Audex Motorsport beim Saison-Highlight dabei

In Deutschland ist es das Top-Event in der Rallyeszene. Wenn der Rallye WM-Zirkus in Deutschland gastiert, darf natürlich auch das Team von Audex Motorsport nicht fehlen. Alle drei hellblauen Opel Adam gehen an den Start mit großen Ambitionen, aber auch der entsprechenden Portion Respekt, die die Strecken rund um Trier ohne Zweifel verdienen.

Vieles ist neu und anders, wenn der ADAC Opel Rallye Cup im Rahmen der World Rallye Championship (WRC) startet. Beispielsweise haben die Teams zwei Mal die Möglichkeit zu punkten, denn auf Grund der Streckenlänge werden gleich zwei Wertungsläufe ausgetragen und damit auch zwei Mal punkte vergeben. „Das ist Segen und Fluch zugleich“, weiß Teamchef Guido Deppe. „Bist du gut dabei, ist Absahnen angesagt, aber wenn du früh ein großes Problem hast, kannst du schnell zwei Mal punktlos nach Hause fahren.“

Krusch: Hin und weg von den Weinberg-Prüfungen

Benjamin Krusch/Robert Patzig

Benjamin Krusch/Robert Patzig

Den drei jungen Piloten ist diese Ausnahmesituation durchaus bewusst, allerdings weiß bislang nur Benjamin Krusch, worauf er sich eingelassen hat, denn er war schon 2013 bei der ADAC Rallye Deutschland am Start. „Im vergangenen Jahr war es für uns aber nur ein Lauf und nach der Hälfte Schluss. Die Anforderungen sind dadurch in diesem Jahr deutlich höher – an die Piloten und an das Material“, so Krusch, der nach zwei nur mäßig erfolgreichen Rallyes, jetzt wieder zu 100 Prozent angreifen will. „Entscheidend ist, wie man sich das Material einteilt. Die berühmt-berüchtigte Panzerplatte hat schon einige Reifen gekostet. Das wird eine kleine Reifenlotterie werden“, ist sich Krusch sicher. Sein Highlight sind die anspruchsvollen Strecken in den Weinbergen. „Von denen war ich bereits 2013 hin und weg. Sie sind eine echte Herausforderung.“

Neuville: Top 6 ist das Ziel bei der Premiere in Trier

Yannick Neuville/Christophe Meyer

Yannick Neuville/Christophe Meyer

Anders sieht es bei den beiden anderen Audex-Piloten aus: Weder Emil Bergkvist noch Yannick Neuville kennen die Strecken. Neuville hat zumindest als Zuschauer schon einmal den deutschen WM-Lauf besucht und seinen Bruder an den Strecken im vergangenen Jahr unterstützt „So habe ich eine grobe Ahnung, was mich erwartet, bin aber sehr gespannt, wie es mit dem Opel Adam wird. Alles in allem freue ich mich auf diese große Aufgabe, die vor mir liegt und erhoffe mir eine Platzierung unter den besten sechs des Cups“, so Neuville

Bergkvist: Cool bleiben und Material schonen

Service Emil Bergkvist

Service Emil Bergkvist

Für den Schweden Emil Bergkvist, der als Führender des ADAC Opel Rallye Cups anreist, steht die Verteidigung der Tabellenspitze im Vordergrund. „Uns erwarten Wertungsprüfungen mit einer ganz speziellen Charakteristik. Ich weiß noch nicht, wie ich mit der Panzerplatte zurecht kommen werde oder mit den anspruchsvollen Weinbergs-Prüfungen. Das ist absolutes Neuland, aber bisher habe ich mich gut auf neue Strecken einstellen können. Ich denke, einen kühlen Kopf zu behalten und das Material zu schonen, kann ein Schritt in die richtige Richtung sein. Alles andere wird sich zeigen“, so der 20-jährige Audex-Pilot.

Am Freitag stehen für die Adam-Piloten sechs Wertungsprüfungen mit rund einhundert Kilometern durch das Moselland auf dem Zeitplan. Am Freitagabend ist der erste Wertungslauf beendet. Der zweite Lauf umfasst die verbleibenden 12 WPs auf rund 226 Kilometern, zu denen auch die populäre Panzerplatte zählt. Aufgrund der Zweiteilung werden die Bonuspunkte für die schnellsten drei Fahrer auf den „Power Stages“ ebenfalls zwei Mal vergeben – ein Mal am Freitag und ein Mal am Sonntag.

 

 

 

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